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7 Tipps für bessere rankings

Sicher Dir wertvolle Tipps für deinen Shopware Shop.
Von Shopware Experten für Shopware Betreiber.

Shopware SEO

Du betreibst einen Shopware Shop der nicht suchmaschinenoptimiert ist? Dann entgeht Dir einiges an Traffic und dem damit verbunden Umsatz. SEO ist im modernen Marketing Mix ein essentieller Bestandteil und egal ob kleines Unternehmen oder großer Konzern, jeder möchte seine Website für Google und Co. optimieren. Als reine Shopware Agentur wollen wir dir hier einen Guide vorstellen und Dir Schritt für Schritt erklären, wie Du Deinen Shopware Shop fit für die Suchmaschinen machst!

Für jede SEO Strategie ist auch ein Monitoring Deines Shops sehr wichtig. Wir erklären dir in unserem Blogbeitrag "Tracking für deinen Shopware Shop einrichten" wie du die grundlegenden Tracking Tools von Google für deinen Shopware Shop einrichtest.

Inhaltsverzeichnis

  1. Shopware SEO als organischer Umsatzkanal
    1. Shopware 5 SEO
    2. Shopware 6 SEO
  2. Keywords
    1. Kannibalismus
  3. Wettbewerber
  4. Shopware Einstellungen
    1. URL Struktur
    2. Weiterleitungen
    3. SEO/Router Einstellungen
    4. SEO Index neu aufbauen
    5. robots.txt
  5. Onpage Optimierung
    1. Aufbau der Startseite
    2. Seitenstruktur
    3. Content Strategie
    4. Interne Verlinkung
    5. Technik
    6. Medien
  6. Offpage Optimierung
    1. nofollow Links
  7. Tools
    1. Google Search Console
    2. web.dev
    3. Das "Untersuchen" Tool
  8. Fazit

1. Shopware SEO als organischer Umsatzkanal

Ziel einer erfolgreichen Shopware-SEO-Optimierung ist, dass Dein Shop für die relevanten Suchanfragen sichtbar wird – nicht nur für möglichst viele. Entscheidend ist die richtige Balance zwischen generischen Keywords (z. B. Kategorien wie „Laptop“ oder „Laptop online kaufen“) und spezifischen Suchanfragen (z. B. einzelne Produkte, Varianten oder Markenmodelle). Ebenso wichtig ist ein klarer Keyword-Fokus pro Seite, damit Inhalte sich nicht gegenseitig kannibalisieren und Suchmaschinen die Struktur des Shops eindeutig erkennen können. Shopware Suchmaschinenoptimierung ist ein langfristiger, aber sehr stabiler Marketingkanal. Richtig umgesetzt, trägt Shopware SEO maßgeblich dazu bei, kontinuierlich neue Kunden zu gewinnen, organische Reichweite aufzubauen und die Gesamtperformance des Shops zu steigern.

Wenn du für die Suchmaschinenoptimierung Unterstützung einer spezialisierten Shopware SEO Agentur suchst, nimm gerne Kontakt zu uns auf

1.1 Shopware 5 SEO

Shopware 5 bot bereits umfangreiche Funktionen, die für die organische Sichtbarkeit relevant waren. Viele SEO-Aspekte wurden damals durch Plugins ergänzt, etwa für erweiterte Metadaten oder zusätzliche Strukturoptionen.

Da die Weiterentwicklung von Shopware 5 offiziell im Juli 2024 beendet wurde, erhält das System keine Funktions- oder Sicherheitsupdates mehr. Das betrifft auch technische Grundlagen, die für moderne SEO-Anforderungen zunehmend wichtig sind – etwa strukturelle Verbesserungen, Performance-Optimierungen oder neue technische Standards.

Mit einem Shopware 5 Shop lassen sich weiterhin solide Ergebnisse erzielen, allerdings sollte perspektivisch geprüft werden, wann ein Wechsel auf Shopware 6 sinnvoll ist – insbesondere im Hinblick auf langfristige Skalierbarkeit und technische Zukunftssicherheit. Wenn du Unterstützung in der Migration zu Shopware 6 benötigst, melde dich gerne bei uns.

1.2 Shopware 6 SEO

Shopware 6 wurde mit Blick auf moderne Webstandards entwickelt und bringt viele SEO-relevante Funktionen bereits „Out of the Box“ mit. Dazu gehören:

  • eine optimierte technische Grundarchitektur
  • verbesserte Performance-Strukturen
  • mehr Flexibilität bei der Gestaltung von URLs, Meta-Daten, Content-Bereichen und Kategorielogiken
  • native Unterstützung aktueller Best Practices im Bereich User-Experience

Durch diese Basis kann Shopware 6 viele SEO-Anforderungen bereits ohne zusätzliche Plugins abdecken. Neben technischen Einzelheiten der Shopsysteme bleiben viele Optimierungsmaßnahmen von Shopware 5 zu Shopware 6 gleich: Die Inhalte, die interne Verlinkung, der Keywordfokus und die Relevanz für den Nutzer entscheiden letztlich über den Erfolg.

Shopware SEO verfolgt in jedem Shopsystem dieselben Ziele wie bei anderen Shopsystemen:

  • für relevante Keywords sichtbar sein
  • Autorität und Vertrauen aufbauen
  • technische Zugänglichkeit für Suchmaschinen sicherstellen
  • eine klare Nutzerführung bieten
  • Inhalte bereitstellen, die Suchintention und Conversion-Pfad unterstützen

Suchmaschinen bevorzugen Shops, die strukturiert, schnell, relevant und für Nutzer klar verständlich sind.

    2. Keywords

    Für Onlineshops verstecken sich die meisten transaktionalen Keywords auf den folgenden 3 Seitentypen:

    • Startseite
    • Kategorieseite
    • Produktseite

    Häufig dominieren Kategorieseiten oder Produktseiten - abhängig von der Branche und Markenbekanntheit.

    Über den Google Keyword Planner oder SEO Tools wie SISTRIX oder ahrefs erhält man Einblicke in die monatlichen Suchnachfragen der Nutzer. Das ist besonders wertvoll, weil sich Landingpages damit ideal auf Keywords optimieren lassen.

    Mit kostenpflichtigen SEO-Tools lassen sich Content-Lücken, Keywordvorschläge, Wettbewerbsanalysen deutlich effizienter gestalten.

    Für einen ersten, kostenlosen Einstieg ist die Nutzung des Google Keyword-Planers möglich.

    Leider kannst du den Google Keyword-Planer nicht einfach so benutzen. Du musst zuvor eine Werbekampagne erstellen. Wie du das machst, ohne dabei Geld auszugeben, erfährst du hier.

    Wenn du dich dann angemeldet hast und auf die Startseite des Keyword-Planers navigiert hast solltest du folgendes sehen:

    keyword1

    Da Du neue Keywords ermitteln möchtest, gehst du auf diesen Punkt. Du kommst dann zu einer Suchleiste, ähnlich der der Google Suche:

    keyword2

    Dort kannst du du deine Keyword Vorschläge eintragen.

    Nehmen wir an, Du erstellst einen Onlineshop der Regenschirme verkauft. Du suchst also im Keyword-Planer nach „Regenschirm“ und bekommst die Keywords aufgelistet, die zu Deinem Thema passen. Zudem zeigt der Planer Dir die Anzahl der durchschnittlichen Suchanfragen pro Monat, den Status des Wettbewerbs, und die Gebote für bezahlte Werbung an.

    keyword3

    Unterschieden wird bei den Keywords unter anderem zwischen Longtail- und Shorthead-Keywords. Bleiben wir einmal bei dem Beispiel Regenschirm. Ein passendes Shorthead-Keyword wäre einfach „Regenschirm“. Das Keyword erhält viele Suchanfragen und der Wettbewerb ist hoch, es wird also sehr schwierig, für das Keyword „Regenschirm“ zu ranken. Es bringt Dir jedoch mehr Traffic.

    Bedienst Du Dich jetzt aber bei einem Longtail-Keyword, wie z.B. „Regenschirm Herren Stockschirm Schwarz“, bringt es Dir im ersten Moment nicht viel Traffic, jedoch sind diese Keywords leichter zu ranken und bringen Dir eine höhere Conversionrate, da der Suchende ja genau nach diesem Produkt sucht!

    Dein Ziel sollte es sein, eine Keywordliste anzufertigen, mit Keywords für jede Seite deines Shops!

    2.1 Suchvolumen für Kategorien

    Kategorievarianten – also Kategorien, die einen spezifischen Filter wie Farbe, Material oder eine besondere Produktauswahl abbilden – können sinnvoll sein, wenn für diese Kombinationen eigene Suchnachfrage existiert. Ein Beispiel dafür ist „Bürostühle schwarz“. In solchen Fällen kann eine separate Kategorie helfen, Long-Tail-Keywords besser abzudecken und thematische Relevanz zu bündeln.

    Damit eine Kategorie indexiert und keywordoptimiert ist, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

    • Eigenständiges Suchvolumen für die Kombination (z. B. „Bürostuhl schwarz“, „Schwarze Bürostühle ergonomisch“)
    • Ausreichend große Produktauswahl, damit die Kategorie für Nutzer und Suchmaschinen sinnvoll ist
      • Faustregel: 5 oder mehr passende Produkte sind ideal
      • Ausnahme: bei individualisierten Produkten mit hoher Suchintention (z. B. Gravurprodukte) können auch 2 hochwertige Angebote genügen. Es ist abhängig von der Nutzerintention.
    • Eindeutige URL ohne ?-Parameter
    • Individuelle Kategorieinhalte, z. B.
      • eigener Meta-Title
      • eigene Meta-Description
    • Kategorietexte und die Verwendung der wichtigen Keywords
    • Optimierung der internen Verlinkung

    Es gibt zwei Wege, Varianten zu indexieren: Mit separaten Kategorien oder über Filtervarianten mit einem Plugin.

    2.2 Suchvolumen für Produktvarianten

    Wenn einzelne Varianten eines Produkts individuelles Suchvolumen besitzen (z. B. Produktname + Farbe, Produktname + Größe, Produkt + Material), kann es sinnvoll sein, diese Varianten getrennt indexieren zu lassen. Voraussetzung dafür ist eine eindeutige, differenzierte Ausgestaltung der Inhalte.

    Dazu gehören pro Variante:

    • individueller Produkttitel
    • individueller Meta-Title & Meta Description
    • abweichende Bilder (falls vorhanden)
    • Idealerweise eine differenzierte Produktbeschreibung mit Bezug auf die Variante
    • eindeutige URL

    Alternativ: Sollte es kein separates Suchvolumen geben, ist es sinnvoll, die Signale zu bündeln und ein Canonical Tag auf die Variante zu setzen, welche indexiert werden soll.

    Wichtig: Nur Varianten indexieren, die nachweislich Suchvolumen besitzen oder die eine eigenständige Nachfrage haben. Alle übrigen Varianten sollten ein Canonical auf die Hauptvariante setzen, um Duplicate-Content zu vermeiden. Eine saubere Keyword Recherche ist also besonders wichtig, um optimale Ergebnisse in der Suchmaschine zu erzeugen

    2.3 Keyword Kannibalismus

    Ein wichtiger Punkt, den es bei den Keywords für die Seiten zu betrachten gilt, ist der Keyword Kannibalismus. Das bedeutet, dass ein Keyword nicht für mehrere Seiten verwendet werden soll. Anders ausgedrückt: Jedes Keyword sollte nur einer URL zugeordnet sein.

    Dies lässt sich relativ einfach erklären. Wenn zwei Seiten für das gleiche Keyword ranken, stehen diese beiden Seiten in Konkurrenz. Da beide Seiten zu deinem Shop gehören, konkurrieren die beiden Seiten, aber keine bekommt die volle Rankingkraft!

    Deshalb: Verwende für jede URL ein Hauptkeyword (und höchstens wenige Nebenkeywords), die auf keiner anderen URL deines Shops verwendet werden!

    3. Wettbewerber

    Für jeden Bereich im E-Commerce gibt es Wettbewerber und genau die gilt es nun zu analysieren. Gib einfach mal ein paar Deiner recherchierten Keywords bei Google ein und Du wirst sehen, gegen wen Du antrittst.

    Ein paar Dinge solltest Du Dir genau anschauen:

    • Wie ist die Website aufgebaut?
    • Wie alt ist die Domain?
    • Wieviel Content wird auf der Website bereitgestellt?
    • Wie ist die Qualität des Contents?
    • Wie sehen die internen Verlinkungen aus?
    • Gibt es qualitative, externe Verlinkungen?

    All diese Informationen geben Dir Einblicke in den Wettbewerber. Du siehst genau, welche Fehler er macht und kannst diese nutzen, um Deinen Online-Shop besser zu ranken!

    4. Shopware Einstellungen

    4.1 URL Struktur

    Bei der Auswahl deiner URL solltest Du darauf achten, dass diese übersichtlich und benutzerfreundlich sind. Deine URL sollte aussagekräftig sein und zudem relevante Keywords enthalten. Ist deine URL zudem noch kurz und knapp, hast Du im Prinzip eine perfekte URL.

    Verwende auf keinen Fall kryptische URLs! Die sind zum einen unübersichtlich und damit auch nicht benutzerfreundlich!

    Die Einstellung für die Linkstruktur findest Du unter

    Einstellungen -> Grundeinstellungen -> SEO/Router-Einstellungen

    Standardmäßig lautet diese:

    {sCategoryPath articleID=$sArticle.id}/{$sArticle.id}/{$sArticle.name}

    Wie Du siehst, besteht die Struktur aus Variablen. Im Klartext würde das so aussehen:

    Domain.com/de/Kategorie/Marke/Herren/Unterkategorie/ID/Artikelname

    Du merkst, dass diese Form sehr verschachtelt ist. Das ist nicht nur schlecht für den Benutzer, sondern auch für den Google Crawler, da dieser bei einer zu hohen Verschachtelung die Seite verlässt, bevor er überhaupt am Ziel ist. Dadurch werden die nicht besuchten Seiten natürlich auch nicht indexiert!

    Besser wäre zum Beispiel:

    {sCategoryPath articleID=$sArticle.id}/{$sArticle.name}

    4.2 Weiterleitungen

    Auf lange Sicht wirst Du in Deinem Shopware Shop auch einmal eine Seite löschen oder verschieben. Da diese Seiten dann oftmals noch in den Suchergebnissen sind, wird der Besucher nichts finden, wenn er auf diese klickt.

    Genau dafür gibt es verschiedene Weiterleitungen.

    4.2.1 404 - Seite nicht verfügbar

    Standardmäßig verweist Shopware beim Löschen einer Seite direkt auf die Startseite Deines Shops.

    Die Einstellung hierfür findet man in den SEO Router Einstellungen, die ich Dir später noch einmal Erläutern möchte.

    Sollte es sich um eine dauerhaft gelöschte Seite handeln würde ich Dir eine 410 Weiterleitung empfehlen. Diese signalisiert Google das unter diesem Link dauerhaft nichts mehr zu finden ist.

    4.2.2 301 - Dauerhaft verschoben

    Es kommt auch häufig vor, dass eine Seite dauerhaft verschoben wurde. Genau hierfür verwendest Du die 301 Weiterleitung. Das Produkt “Drink1” ist nicht mehr verfügbar und wird auch nicht mehr vom Hersteller produziert. Der Hersteller bietet aber “Drink2” an, den Du auch in Deinem Shop führst.

    Da Du über Jahre viele Backlinks zu “Drink1” gesammelt hast, möchtest Du natürlich nicht die ganzen Backlinks verlieren, wenn Du die Seite für “Drink1” löschst. Deshalb verweist du die Seite von “Drink1” auf die Seite von “Drink2”

    Als Beispiel:

    /energy-drinks/drink1
    wird per 301 umgeleitet zu
    /energy-drinks/drink2

    Dieser Vorgang ist von Server zu Server unterschiedlich, deswegen empfehle ich Dir hier, eine kurze Rücksprache mit Deinem Dienstleister zu halten.

    4.3 SEO/Router Einstellungen

    Die meisten SEO Einstellungen in Shopware findest Du unter

    Grundeinstellungen -> SEO/Router-Einstellungen

    SEOEinstellungen

    Ich erkläre Dir jetzt einmal die wichtigsten Einstellungen.

    4.3.1 SEO-Noindex Query & Viewports

    Hier bestimmst Du, welche Seiten Google nicht indexieren soll. Ich erkläre Dir das ganze am Beispiel von “sPage (p)”.

    Durch die Standard Einstellung von Shopware wird jede Seite, außer die “Seite 0” ausgeschlossen. Die “Seite 0” ist die Seite, die erscheint, wenn Du auf “Kategorien” klickst.

    Also z.B. https://beispiel.de/energy-drinks/

    Sobald Du nun aber auf Seite 2 klickst oder herunterscrollst, ändert sich die URL und wird zu “?p-1,2,3…” ergänzt. Diese Seiten sind dadurch nicht auf Google sichtbar.

    Die Begründung hierfür liegt im Vermeiden von Duplicate Content. Die Seiten könnten zu viele Ähnlichkeiten besitzen und würden somit als Duplicate Content gewertet werden.

    Ob Du diese Option nun benötigst oder nicht, kann ich Dir nicht genau sagen, da jeder Shop unterschiedlich ist. Google selber rät, paginierte Seiten auf noindex zu stellen, also die Shopware Einstellung so zu belassen. 

    SEOContentbanner

    4.3.2 SEO-Follow Backlinks

    Du hast hier die Möglichkeit alle Domains einzutragen, die Du im Falle einer Verlinkung nicht mit nofollow kennzeichnen willst. Dies würde sich bei eigenen Seiten oder Partnern anbieten.

    In den Standardeinstellungen sind alle auf externe Seiten verweisende Links die Du platzierst, auf nofollow, mit Ausnahme von shopware.de, shopware.ag und shopware-ag.de.

    seofollowbacklinks

    Ich empfehle Dir, diese Einträge zu löschen, da es Deinem Shop womöglich Link Juice kostet.

    4.3.3 SEO-URLs Artikel Template

    Hier geht es um die URLs Deiner Artikel. Grundsätzlich musst Du immer ein bisschen aufpassen, wenn Du die bestehende URL Struktur verändern möchtest.

    Standardmäßig leitet Shopware alles per 301 Weiterleitung weiter, doch dies kann auf Dauer eine hohe Menge an Weiterleitungen erzeugen.

    Wenn Du Deine URLs gerne ins Format “beispiel.de/artikelname” ändern möchtest, müsstest Du einfach in das Eingabefeld

    {$sArticle.name}

    eintragen.

    Das gleiche Verfahren gilt auch bei den URLs von Kategorie, Blog und Landingpage.

    4.3.4 Fehler 404 Ziel

    Hier stellst Du ein was der Benutzer sieht, wenn es zu einem 404 Fehler kommt. Du könntest jetzt auf eine spezielle 404-Fehlerseite verweisen, was aber aus Shopware SEO Sicht keinen Mehrwert bietet.

    4.4 SEO-Index neu aufbauen

    Nach jeder Änderung in den Router Einstellungen sollte der SEO-Index neu aufgebaut werden. Die Einstellung hierfür findest Du unter

    Einstellungen -> Cache/Performance -> Einstellungen -> SEO

    Ich empfehle Dir, einen Cronjob einzurichten, der den Index in regelmäßigen Abständen eigenständig aktualisiert. Wenn Du ihn allerdings einmal manuell anstoßen möchtest, klicke einfach auf “SEO-Index neu aufbauen”.

    seoindexaufbauen


    4.5 Robots.txt in Shopware

    Die Robots.txt weist Suchmaschinen-Bots an, ob die Inhalte einer Seite ausgelesen werden dürfen oder nicht. Das ist besonders für Onlineshops wichtig, da z. B. durch Filter schnell Millionen von URL-Kombinationen entstehen können, welche für Suchmaschine keine Relevanz haben. Suchmaschinen-Bots haben für jede Website begrenztes Crawling-Budget, da jedes Crawling Kosten erzeugt. Daher ist es wichtig, Suchmaschinen-Bots den Zugang zu unwichtigen URLs zu verwähren und den Fokus auf die wichtigen URLs (Startseite, Kategorien, Produkte, Blog, ...) zu legen anstatt auf.

    In Shopware 5 wurde die robots.txt bereits mitgeliefert. Mit Shopware 6 muss die robots.txt individuell angelegt werden.

    Wichtig: Google hat noindex und nofollow in der robots.txt abgeschafft!

    Wenn du die robots.txt Datei trotzdem bearbeiten möchtest, zeigen wir dir das einmal Schritt fürSchritt.

    Als erstes benötigst du die richtige Datei für die robots.txt. Da diese aus deinem Template generiert wird, musst du diese in dem Ordner des Templates suchen.

    robotstxt

    Sobald du diese Datei bearbeitest, wird auch die robots.txt bei Generierung in der neuen Version angezeigt. Wir haben in unserem Beispiel einmal die Unterseite "/gutscheine"blockiert.

    robotstxt2

    Das Ergebnis in der robots.txt:

    robotstxt3

    5. Onpage Optimierung

    5.1 Aufbau der Startseite

    Natürlich sollte Deine Startseite ein schönes und ansprechendes Design haben, aber auch der Content darf nicht zu kurz kommen.

    Versuch einfach, folgende Fragen zu beantworten, wenn Du Deine Startseite siehst:

    • Um welches Unternehmen handelt es sich?
    • Was wird mir hier geboten?
    • Was kann ich hier tun?
    • Kann die Website mein Problem lösen, nach dem ich gesucht habe?
    • Ist mein USP (Unique Selling Point) in dem Header der Website?

    Wenn Du Dir diese Fragen selber beantworten kannst, hast Du schonmal einen großen Schritt in die richtige Richtung gemacht.

    Denk jetzt aber auch dran: Nur Keywords und technische Aspekte reichen nicht aus. Achte darauf, dass Deine Startseite interessant ist. Denn Google bewertet Deinen Shop auch nach der Dauer, die der Besucher auf ihm verbringt. Ist diese zu gering, verschlechtert sich auch Dein Ranking!

    Einen weiteren wichtigen Tipp für Deine Startseite findest Du auf unserem Blog!

    5.2 Seitenstruktur

    5.2.1 Überschriften

    Achte darauf, Deine gewählten Keywords in den Überschriften zu verwenden. Das heißt, fang an mit einer Überschrift H1 und geh die Hierarchie der Überschriften immer weiter runter (H1-H6). Dadurch verbessert sich nicht nur Dein Ranking, auch der Besucher kann Deine Texte viel leichter lesen, weil die Seite eine sinnvolle Struktur hat.

    Ein Beispiel für eine entsprechende Formatierung wäre die folgende:

    ueberschriftenSEO

    Die h1 Überschrift fällt bei Google am schwersten ins Gewicht. Normalerweise verwendet man auch nur die Überschriften h1-h3, selten einmal noch die h4.

    In Shopware ist das Einfügen von Überschriften nicht ganz einfach gestaltet. Hierfür musst Du nämlich den Code-Editor verwenden (rechts oben mit dem Klammer-Icon “<>”), um die Überschriften-Tags manuell zu setzen.

    Sollte Dir das ganze zu kompliziert sein, kannst Du auch unter

    Einstellungen -> Benutzerverwaltung

    den “erweiterten Editor” aktivieren. Hier kannst Du die Überschriften durch ein Dropdown-menü auswählen und wie bei Word formatieren.

    erweitertereditor


    5.2.2 Tabellen

    Zudem solltest Du Tabellen und Listen verwenden. Die helfen nicht nur der Suchmaschine dabei, Deine Inhalt zu erkennen, auch für den Leser werden die Punkte deutlicher und er findet schneller das, was er sucht.

    Tipp: Optimiere Deinen Shop nicht nur für Suchmaschinen, sondern für den Besucher!

    5.2.3 Formatierungen

    Fangen wir an mit der passenden Schriftgröße. Hier ist zwischen 14 - 22px alles Möglich, ein Mittelwert ist aber empfehlenswert.

    Wichtiger ist die Verwendung von fetten, kursiven und unterstrichenen Wörtern. Auch hier gilt wieder: formatier nicht den ganzen Text fett, sondern nur die wichtigsten Keywords!

    5.3 Content Strategie

    Content is King“ - Auch für Deinen Shop. Du musst Content erstellen, der nicht nur einzigartig ist, sondern sich auch von dem Rest abhebt. Dein Content muss extrem informativ sein und darf zudem nirgendwo anders zu finden sein.

    Achte dabei auch darauf, dass Dein Content eine angemessene Länge hat: So lang wie nötig, so kurz wie möglich.

    Mit diesem Tool kannst Du Deine Website schnell auf Duplicate Content prüfen:

    https://www.siteliner.com/

    Achte auch auf Deine Keyworddichte. Ein Text, der nur aus Keywords besteht, möchte kein Besucher sehen und wird zudem noch von Google abgestraft.

    Tipp: Wenn du zusätzlichen Content zu deinem Online Shop hinzufügen möchtest, empfehlen wir dir unser Plugin "SEO Content für Kategorie / Listing Textfelder". 


    5.3.1 Startseite

    Du kannst Deine Texte auf der Startseite ganz einfach in den Einkaufswelten platzieren. Hierfür gehst Du auf

    Marketing -> Einkaufswelten -> Einkaufswelt hinzufügen -> Text Element

    Der Vorgang ist relativ einfach. Du legst ein neues Text Element an, trägst einen Titel (Der Titel der Einkaufswelt, keine h1 Überschrift!) und einen Text ein und speicherst es.

    Danach musst Du die Einkaufswelt auf “aktiv” stellen und der richtigen Kategorie (Deutsch) zuweisen.

    Nachdem Du dann den Cache geleert und das Theme kompiliert hast, erscheint Deine Einkaufswelt auf der Startseite.

    5.3.2 Listing

    Genau das Gleiche kannst Du auch beim Listing machen, nur befindet sich die Einstellung unter

    Artikel -> Kategorien -> Deutsch -> Kategorie -> CMS-Funktionen

    Dort findest Du den Texteditor.

    Achtung: Hier fungiert das Titelfeld als Titel und als h1-Überschrift!

    Alle weiteren Überschriften müssen über den Code oder über den erweiterten Texteditor festgelegt werden.

    Achte darauf, dass Du nicht zu viel Text im Listing über den Produkten hast. Eine gute Überschrift und 2 bis maximal 3 Zeilen Text reichen vollkommen aus.

    Unter den Produkten kannst Du dann den restlichen Text positionieren.

    Beispiel:

    listingzalando

    Hier siehst Du am Beispiel Zalando, dass drei h2 Überschriften und die dazugehörigen Textabschnitte verwendet werden.

    Um dieses aus Shopware SEO Sicht sehr mächtige Feature in Deinem Shop abzudecken, haben wir eigens dafür ein Plugin entwickelt:

    https://store.shopware.com/emz2457436012245f/seo-kategorie/listing-textfelder.html

    Mit diesem Plugin kannst Du es genauso machen wie Zalando und so viele Überschriften und Texte hinterlegen, wie Du möchtest.

    5.3.3 Detailseite

    Auf der Detailseite bleibt das Prinzip das Gleiche, aber unter

    Artikel -> Übersicht -> Artikeldetails -> Beschreibung

    Diese Beschreibung findet sich dann im Frontend auf der Artikelseite unter “Beschreibung”. Hier empfiehlt sich eine Produktbeschreibung mit den relevanten Keywords.

    Oftmals werden auch Fehler im Titel des Artikels gemacht. Es wird nur die Typenbezeichnung verwendet aber nicht der dazugehörige Kontext.

    Hier siehst Du wie Du es richtig machst, am Beispiel Zalando:

    detailseitezalando

    Zalando gliedert den Hersteller sogar in eine separate h2 Überschrift, sogar die Farbe steht dicht am Titel.

    5.3.4 Blog

    Wenn Du Deinen Online-Shop betreibst, kannst Du Beispielsweise zusätzlich einen Blog betreiben, der Themen aus Deiner Branche behandelt.

    Versetze sich in den Kopf Deines Kunden. Versuche Dir die Customer Journey zu visualisieren und erstelle anhand dessen Deinen Content!

    Solltest Du am Anfang Schwierigkeiten damit haben, ein passendes Thema für einen Blogbeitrag zu finden, empfehle ich Dir die Seite https://answerthepublic.com/. Auf dieser Seite kannst Du ein Keyword eingeben, und Dir werden Fragen gezeigt, die zu diesem Thema gesucht werden.

    Wir schauen uns das ganze einmal am Beispiel “Kinderwagen” an.

    answerthepublic

    Wie Du siehst, ist das eine Menge an Daten, die erst einmal grob aussortiert werden müssen. Du kannst Dir die Daten auch als Liste ausgeben lassen, damit fällt es Dir deutlich leichter, die Daten in Themengebiete zu Clustern und auszusortieren.

    Hier wäre ein sinniges Thema “Kinderwagen für kleine Autos”. Dazu passen Fragen wie:

    • Welcher Kinderwagen für kleines Auto
    • Kinderwagen die in kleine Autos passen
    • Kinderwagen die ins Auto passen

    Aus diesen Fragen kannst Du einen Text mit den passenden Überschriften erstellen.

    Das Ziel ist ein Artikel, der den Leser über Kinderwagen informiert, die in kleine Autos passen. Da Du diese auch verkaufst, kannst Du die Produkte in dem Blogartikel verlinken!

    Shopware bietet Dir hierfür eine sehr bequeme Möglichkeit, den Artikel direkt aus dem Text heraus zu verlinken.

    zugeordneteartikel

    Viele Interessenten werden auf Deinen Blog stoßen um sich die Anleitung anzuschauen, dadurch bekommst Du einen Expertenstatus und der Besucher wird sich an Deine Anleitung und an Deine Website erinnern!

    5.3.5 Landingpages

    Möchtest Du keinen Blog führen, hast Du noch die Option der Landingpage.

    Diese erstellst Du direkt in den Einkaufswelten.

    Marketing -> Einkaufswelten

    Im Reiter “Namen” trägst Du den späteren Link Deiner Landingpage ein. Wenn der Link “shop.de/landingpage” heißen soll, trägst Du einfach “landingpage” ein.

    Es empfiehlt sich aber, das ein oder andere passende Keyword in den Link einzubringen.

    Zusätzlich musst Du noch den Haken bei “Aktiv” und bei “Landingpage” setzen und Deinen Shop im Dropdown Menü auswählen.

    Darunter findest Du auch noch die typischen Felder wie Titel, Keywords & Description. Die Keywords kannst Du ignorieren, den Rest solltest Du aber unbedingt ausfüllen.

    seolandingpages


    5.4 Interne Verlinkungen

    Interne Verlinkungen verhelfen Dir nicht nur zu einem besseren Ranking, sie helfen aber auch den Besuchern sich in Deinem Online-Shop zu orientieren.

    Wenn Du Schlagwörter oder Marken auf eine Deiner Website hast, verlink sie zu den passenden Seiten auf Deiner Website. Das erhöht nicht nur das Ranking von Google, der Besucher kann auch viel leichter zwischen den einzelnen Seiten wechseln!

    Hierbei musst Du aber beachten, dass Du keine 404-Fehler einbaust, also z.B. eine verlinkte Seite löschst, der Link aber bestehen bleibt!

    5.4.1 Link-Juice

    Achte aber auch immer auf den sogenannten “Link-Juice”. Jede Seite Deines Shops besitzt 100% Link-Juice, der auf die verlinkten Seiten verteilt wird. Mit diesem Link Juice wird die “Rankingkraft” zwischen den verlinkten Seiten aufgeteilt.

    Hat Dein Shop also auf der Startseite 100 Links zu Kategorien oder Artikeln, so erhält jede URL 1% Link Juice. Du kannst damit steuern, welchen Links Du mehr Gewichtung zuführen möchtest, in dem Du Beispielsweise nur noch die 25 umsatzstärksten Kategorien und Marken auf Deiner Startseite verlinkst. Damit vervierfacht sich der Link Juice jeder einzelnen Seite auf 4%!

    linkjuicefarfetch

    Ein gutes Beispiel für die Aufteilung von Linkjuice ist Farfetch. Es werden nur die nötigsten Links aufgelistet, wodurch diese dann möglichst viel Link-Juice bekommen!

    Du Shops wollen auf Begriffe wie “Damenmode”, “Herrenmode” und Co. ranken, wofür sich die Startseite reichlich schlecht eignet. Die Shops versuchen also durch die Startseite möglichst viel Power an die Kategorieseiten weiterzugeben.

    5.4.2 Canonical Tag

    Achte auch darauf, sogenannte Canonical Tags zu benutzen. Dies ist bei Onlineshops besonders wichtig. Der Canonical Tag legt eine Seite als Originalressource fest.

    Dir ist bestimmt schon einmal eine derartige Artikel-URL aufgefallen:

    https://domain.com/detail/index/sArticle/2342198

    Diese Linkstruktur erhält jeder Artikel in Shopware.

    Nach kurzer Zeit sollte der Artikel aber auf eine “schönere” URL mit dem Namen des Produkts weitergeleitet werden. Du hast somit zwei Links mit dem selben Inhalt. Durch den Canonical Tag wurde die zweite, SEO freundliche, URL aber als Original gekennzeichnet. Dadurch erscheint die “schönere” URL in den Suchergebnissen.

    Würdest Du den Canonical Tag nicht benutzen, würde Google die Seiten als Duplicate Content erkennen und das Ranking verschlechtern.

    Weitere Infos findest Du hier: https://www.seobility.net/de/wiki/Canonical_Link

    5.5 Technik

    Es klingt für viele vielleicht etwas erst erschreckend, sich mit der Technik hinter einem Shopware Shop zu beschäftigen, aber so schwer ist es gar nicht!

    Fangen wir mit den beiden Punkten Meta Title und Meta Description an. Beide können für jede Seite separat angelegt werden, z.B. für jede einzelne Detailseite.

    technik

    5.5.1 Meta Title

    Der Meta Title ist letztendlich der Titel des Suchergebnisses, dass der Suchende bei Google sieht. Wähle hier also einen ansprechenden Titel, der Deine Keywords enthält und das Thema der Seite wieder aufgreift. Achte aber auf die Länge des Titels, denn die ist beschränkt (55 Zeichen)!

    5.5.2 Meta Description

    Der zweite Punkt ist die Meta Description, die Beschreibung unter dem Titel. Auch hier solltest Du wieder Deine Keywords benutzen und Deine Beschreibung so interessant wie möglich gestalten, damit möglichst viele Benutzer auf die Seite kommen. Die Länge ist hierbei auf 156 Zeichen beschränkt!

    Die Description kann auch einen sogenannten Rich Snippet enthalten. Darunter versteht sich z.B. eine Bewertung, der Preis oder der Lagerstatus.

    Du wirst bestimmt auch einmal Sonderzeichen wie z.B. ✅ ⭐ ☝ ✓❤ ☀ ⇨▷➥➽→ in Descriptions gesehen. Nutze diese auch! Aber achte darauf, nicht zu viele zu benutzen!

    Schauen wir uns einmal ein Beispiel an:

    seodescrenergy


    So sieht die Description der Seite vor unsere Optimierung aus, so nach unserer Optimierung:

    seodescrenergyoptimiert

    Welches Ergebnis sieht für dich attraktiver aus?

    Die Daten für Deine Startseite kannst Du im Shopware Backend unter

    Artikel -> Kategorien -> Deutsch -> Meta-Informationen hinterlegen

    bearbeiten.

    Die Informationen für Deine Kategorie- bzw. Listingseiten kannst Du im entsprechenden Unterordner bearbeiten.

    5.5.3 Rich Snippet

    Was Rich Snippets sind, habe ich Dir schon kurz erklärt.

    In der Regel verwendet Shopware die hinterlegten Informationen zum Preis etc. und gibt diese auch richtig aus.

    In unserem Fall wurden die Snippets “Preis” & “Lagerbestand” direkt integriert.

    richsnippet

    5.5.4 Ladezeiten

    Achte auf die Ladezeit Deines Shops! Gerade im Zeitalter von „Mobile First“ sind Ladezeiten essentiell für Deinen Erfolg. Kurze Ladezeiten erreichst Du, in dem Du z.B. Deine Bilder komprimierst. Dies geht recht schnell über Tools wie z.B. TinyPNG. Dein Bild wird so komprimiert, dass es eine kleinere Dateigröße hat und somit der Ladevorgang für das Bild reduziert wird.

    tinypng

    Wie Du hier siehst wurde die Dateigröße mehr als halbiert.

    Das bedeutet im Umkehrschluss: Das Bild lädt doppelt so schnell!

    5.5.4 Responsive Theme

    Achte darauf, dass Dein Shopware-Theme Responsive ist, heißt dass es sich auf die Bildschirmgröße anpasst. Google baut seinen Algorithmus immer weiter in die Richtung „Mobile First“ aus, optimierst Du Deinen Shop nicht für die mobile Ansicht, bringen Dir die besten Keyword-Rankings nichts!

    5.5.5 Cache aufwärmen

    Eigentlich ein absolutes Basic, es sei dennoch einmal erwähnt. Unter

    Einstellungen -> Caches/Performance

    Muss der Shop natürlich im Produktivmodus verwendet werden.

    Des Weiteren sollte unter

    Einstellungen -> Caches/Performance -> Einstellungen -> HTTP-Cache

    nach jeder Cache Leerung dieser auch wieder aufgewärmt werden.

    Ich Empfehle Dir aber, diesen nachts über einen Cronjob aufzurufen!

    5.5.6 Unnötige Plugins

    Ein neu aufgesetzter Shopware Shop läuft äußerst Flott, aber jedes weitere Plugin, dass Du installierst, wird die Performance Deines Shops mindern.

    Vergleiche also immer den Kosten/Nutzen Faktor der Plugins, denn manche Plugins bringen nicht nur tolle Funktionen, sondern auch eine ordentliche Einbuße der Performance.

    5.6 Medien

    Ein Shop ohne Bilder würde wahrscheinlich keinen Besucher lange halten und wird auch dementsprechend schlechter in den Suchergebnissen platziert. Und das ist auch gut so!

    Gestalte Deinen Shop ansprechend mit Bildern, aber denk dran: Zu viele Bilder bedeuten auch eine sehr lange Ladezeit der Seiten. Du musst also ein gesundes Mittelmaß finden!

    Solltest Du mit dem Gedanken spielen, Videos mit in Deinen Shop einzubinden, empfehle ich Dir, diese bei YouTube hochzuladen und dann in Deinen Shop einzubetten.

    Zusätzlich kannst Du die Videos auf „Nicht Gelistet“ stellen, so stellst Du sicher, dass das Video nicht über die YouTube-Suche gefunden werden kann.

    Wird das Video über YouTube abgespielt, werden weniger Ressourcen Deines Webservers verwendet, sodass der Server weiterhin normal laufen kann, wenn Besucher gleichzeitig in Deinem Shop einkaufen.

    5.6.1 Alt-Attribut

    Wenn Du Deine Bilder einbindest, achte immer darauf das sogenannte Alt-Attribut zu definieren. Sollte das Bild einmal nicht laden können (aus welchem Grund auch immer) steht das Alt-Attribut an der Position, wo sonst das Bild ist. Hast Du also z.B. ein Bild von einem roten Regenschirm, nenn das Alt Attribut einfach „roter Regenschirm“.

    Im Shopware-Backend wird das Alt-Attribut “Title” genannt!

    Du kannst Deinen Bildern auch automatisch einen Alt-Tag geben lassen, hierbei wird der Dateiname verwendet.

    Achte daher darauf, dass Deine Bilder einen eindeutigen Namen haben. 2394728397.png ist unpassend, besser ist RoterRegenschirm.png.

    Gib dem Bild zusätzlich noch eine passende Beschreibung und einen passenden Namen (keywordoptimiert), et voilá, Deine Bilder sind für Google und Co. optimiert.

    6. Offpage Optimierung

    Die Offpage Optimierung befasst sich hauptsächlich mit einem Thema: Der Aufbau von Backlinks. Unter Backlinks versteht man die Verlinkung einer Website auf eine Andere. Klingt simpel, ist es aber nicht. Man könnte jetzt den Gedanken bekommen und sagen: „Hey, ich kaufe mir die Links“ oder „Okay, ich erstelle einfach viele Seiten die auf meine Seite verlinken“, aber so einfach ist das ganze Thema (zum Glück) nicht mehr. Google wertet die Relevanz der Seiten, die auf Deinen Shop verlinken und versucht die Website mit Deinem Shop in einen Kontext zu bringen.

    Ich erkläre Dir das ganze wieder am Beispiel eines Regenschirm-Shops. Wenn Du nun einen Backlink von einem Testbericht über Bohrmaschinen oder einer Website die sich mit Autos befasst bekommst, erkennt Google, dass der Backlink irrelevant ist und wertet diesen Link nicht. Andersherum ist es genau das gleiche Spiel - Verweise nicht auf Websites, die nichts mit Deinem Shop zu tun haben.

    Sollte es nun eine Website geben, die Testberichte zu Regenschirmen veröffentlicht und diese Website verlinkt auf Deine Seite und umgekehrt, sieht die Sache anders aus. Die Themen überschneiden sich und das Ranking beider Seiten wird sich aufgrund der Backlinks bessern.

    Generell lässt sich zu dem Thema sagen: Qualität über Quantität

    Es ist besser, qualitative Links, von renommierten Seiten zu haben, als viele Links von z.B. Linksammlungen. Zudem lässt es sich nicht per se sagen, wieviele Backlinks ein Shop benötigt, um gut zu ranken. Das hängt von vielen Faktoren ab, z.B. den allgemeinen Wettbewerb und dem Traffic.

    Es gibt grundsätzlich zwei Arten, wie ein Link ausgezeichnet werden kann: mit “dofollow” und mit “nofollow”.

    Alle Links, die aus Deinem Shopware Shop ausgehen und auf externe Seiten verweisen, werden immer mit “nofollow” ausgezeichnet. Das bedeutet für den Google Bot, dass er diese Seite nicht besuchen soll und die keine uneingeschränkte Empfehlung für diese Seite aussprechen möchtest.

    Dies wird gemacht, wenn Du keinen Einfluss auf den dort abgebildeten Content hast oder schlicht und ergreifend nicht möchtest, dass Link Juice auf diese Seite fließt.

    Ein gängiges Beispiel sind Links in Kommentaren von Blogartikeln. Hier ist es sehr leicht, einen Backlink für die eigene Seite mit einem kurzen Kommentar zu ergattern.

    Du solltest also genau überlegen, welchen Links Du das Attribut “dofollow” gibst.

    7. Tools

    Nachdem Du alles weitestgehend optimiert hast beginnt nun der spannende Part: dem Beobachten Deiner Ergebnisse. Schau in regelmäßigen Abständen in den Keyword-Planner, überprüfe regelmäßig Deine Links ob diese auch richtig funktionieren. Versuch immer weiter Deinen Content zu verbessern! Nach ein paar Wochen wirst Du den Dreh raus haben! Schau auch regelmäßig nach technischen Problemen!

    Wenn Du zusätzliches Budget übrig hast empfehle ich Dir, in ein Monitoring-Tool wie das von seobility zu investieren - hier hast Du alles immer im Blick und kannst die Probleme schneller lösen!

    7.1 Google Search Console

    Die Google Search Console ist ein extrem wichtiges SEO Tool. Du musst hierfür eine sogenannte “Property” erstellen und das ganze verifizieren lassen. Dadurch wird sichergestellt, dass Du auch sicher Besitzer der Domain bist.

    7.1.1 Startseite

    Auf der Startseite findest Du auf den ersten Blick alle wichtigen Informationen, gegliedert in “Leistung”, “Abdeckung” und “Verbesserungen”.

    Unter Leistung siehst Du, wieviele Klicks Dein Shop bekommen hat, bezogen auf den vorgegeben Zeitraum.

    Unter Abdeckung siehst Du, ob es Fehler in Deinem Shop gibt, also ob eine Seite nicht vom Googlebot gecrawlt werden kann.

    Unter Verbesserungen siehst Du Tipps von Google, was Du an Deinem Shop verbessern kannst.

    7.1.2 Leistung

    Wenn Du den Punkt “Leistung” aus dem Seitenmenü auswählst, kommst Du auf eine detaillierte Ansicht.

    Du erhältst umfangreiche Statistiken zu Klicks, Impressionen, CTR und Rankings Deiner Seiten.

    Mit welchen Geräten wird auf Deinen Shop zugegriffen?

    Von welchem Land wird auf Deinen Shop zugegriffen?

    All diese Fragen werden hier für dich beantwortet.

    7.1.3 Abdeckung

    Der Punkt “Abdeckung” zeigt Dir, welche Seiten indexiert sind und bei welchen Seiten Fehler auftreten. Hierbei sollten natürlich bei Deinen wichtigsten Seiten keine Fehler auftreten, da diese sonst nicht indexiert werden können.

    Zum Glück würde ein Fehler detailliert beschrieben werden, sodass Du den Fehler direkt beheben kannst.

    7.1.4 Sitemaps

    Hier kannst Du theoretisch Deine Sitemap einreichen. Standardmäßig erstellt Shopware die Sitemap Deines Shops aber automatisch, Du kannst diese aber dennoch manuell einsenden.
    Weitere Informationen: Shopware Sitemap

    7.2 web.dev

    web.dev ist eigentlich kein Monitoring Tool, sondern eher ein Technik-Analysetool. Dennoch hilft es Dir, schnell Fehler aufzudecken. Die Benutzung ist zudem auch sehr benutzerfreundlich.

    webdev

    Du musst einfach die zu untersuchende URL eingeben. Achte hierbei immer auf die korrekte URL, also mit/ohne https!

    webdevergebnisse

    Was Du erhältst, sind Ergebnisse unterteilt in vier verschieden Kategorien. Wenn Du auf die jeweilige Kategorie klickst, erhältst du auch genaue Handlungsempfehlungen.

    7.3 Das “Untersuchen”-Tool

    Ein sehr einfach, effektives und kostenloses Tool ist die internet Funktion von Google Chrome, Websites zu untersuchen.

    Dafür musst Du auf der von dir gewünschten Website einfach:

    1. Rechts klicken
    2. “Untersuchen” auswählen

    Wenn du dann im oberen Menü auf “Network” klickst, siehst du, welche Dateien auf der Website vorhanden sind. Was für uns interessant ist, ist der Punkt “Img”. Dadurch werden alle Bilder auf der Website aufgelistet.

    waterfall untersuchen

    Wie du an diesem Beispiel siehst, sind die Dateien alle sehr klein und komprimiert, dadurch lädt die Seite schneller.

    Ich empfehle Dir, diesen Vorgang nach dem Optimieren Deiner Bilder einmal durchzuführen.

    7.3.1 Audit

    Du kannst zusätzlich noch einen sogenannten Audit durchführen. Diese Funktion ähnelt der Funktion von web.dev, hier kannst Du aber zusätzlich einen mobilen Zugriff simulieren.

    Den Punkt “Audits” findest du im Dropdown-Menü

    auditdropdown

    Danach bekommst Du diese Übersicht:

    auditpage

    Die Einstellungen kannst du alle belassen, entscheide nur ob du den Audit für “Mobile” oder für “Desktop” durchführen lassen möchtest.

    Am Beispiel Zalando zeige ich Dir das Ergebnis:

    auditergebniss

    Wie Du siehst, findet Google auch bei einem Big Player wie Zalando einige Fehler. Damit weißt Du sicherlich auch, dass es so gut wie unmöglich ist, alle Fehler zu beheben und diese dann auch nicht 100% ausschlaggebend für ein gutes Ranking sind.

    8. Fazit

    Ich hoffe, Du konntest Dir einen Überblick verschaffen und bist jetzt motiviert, Deinen Shopware Shop fit für die Suchmaschine zu machen.

    Bedenke aber immer: wenn Du eine Menge Seiten (Listing- & Detailseiten) hast, überleg Dir genau, welche Du optimierst. Jede einzelne Seite zu optimieren würde bei 2000 Seiten enorm viel Aufwand bedeuten und wahrscheinlich nicht die Ergebnisse bringen, die Du Dir Durch die viele Arbeit erhoffst.

    Und beachte: Shopware SEO ist keine einmalige Aufgabe - behalte die Statistiken im Auge und versuch immer ein wenig zu optimieren!

    Wenn du an einem bestimmten Punkt nicht weiter kommst oder deine Sichtbarkeit einfach nicht steigen möchte, stehen wir dir als Shopware Agentur gerne zur Seite!

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